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Veranstaltungen - Informationsveranstaltung für Werkstatträte am 18.11.2008

Dokumentation der zehnten Informationsveranstaltung für Werkstatträte am 18.11.2008

Gliederung

  1. Einleitung
  2. Begrüßung
  3. Arbeitsgruppe: Budget für Arbeit
  4. Arbeitsgruppe: Ich bin doch schon erwachsen! Muss dann Angehörigenarbeit in der WfbM überhaupt stattfinden?
  5. Arbeitsgruppe: Weiterbildungsangebote für Werkstatträte
  6. Arbeitsgruppe: Gewerkschaftliche Organisation von Beschäftigten in der WfbM
  7. Arbeitsgruppe: Kontakte in die Gemeinde – Wie kann ich die sinnvoll für mich nutzen?
  8. Verabschiedung
  9. Termin für 2009

A. Einleitung

Bereits zum zehnten Mal haben wir unter dem Motto „Wege aus der WfbM“ Werkstatträte aus ganz Niedersachsen zu einer Informationsveranstaltung nach Hannover eingeladen. Wie auch in den Jahren davor, werden wir diese Veranstaltung im Folgenden dokumentieren, in dem wir die Protokolle der Arbeitsgruppenleitungen und einige Fotos veröffentlichen.

 Vorab ist zu betonen, dass diese Veranstaltung auch für uns aus zumindest drei Punkten etwas Besonderes war.

  1. Wir hatten zum ersten Mal, und dies auf ausdrücklichen Wunsch der Vorbereitungsgruppe (WfbM Meppen), einen Gewerkschaftssekretär eingeladen, der mit den Werkstatträten darüber diskutierte, welche Rolle Gewerkschaften denn für Beschäftigte in der Werkstatt für behinderte Menschen wahrnehmen können.
  2. Gleich drei Vertreterinnen von drei verschiedenen Erwachsenenbildungsträgern (Renate Ernst: Vereinigung Niedersächsischer Bildungsinitiativen, Monika Plate: Bildungswerk der Gewerkschaft ver.di und Gertrud Völkening: Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung) haben eine gemeinsame Gruppe moderiert und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die Weiterbildungsangebote gesprochen, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwarten. An dieser Gruppe ist besonders hervor zu heben, dass die drei Moderatorinnen mit uns an dem Thema weiterarbeiten und vermutlich bis zum Sommer 2009 ein eigenes Weiterbildungsprogramm für niedersächsische Werkstatträte anbietet.
  3.  Es gehört schon fast zur guten Tradition, dass wir während unserer Informationsveranstaltung für Werkstatträte über das Persönliche Budget und auch das „Budget für Arbeit“ informieren. Neu war in diesem Jahr allerdings, dass diese Arbeitsgruppe nicht von unserem Büro, sondern von einer Vertreterin eines großen Trägers (Frau Steinmeyer, OBW Emden) angeboten wurde.

Mein Dank gilt natürlich auch den anderen Moderatorinnen und Moderatoren, die hier nicht erwähnt worden sind, deren Arbeit aber genau so wichtig ist, weil erst das Zusammenspiel der fünf verschiedenen Themen ergibt den Gesamtsinn der Veranstaltung: ein Informations- und Austauschforum für Menschen mit Behinderungen, die als Werkstatträte tätig sind, zu bilden.

Bedanken möchte ich mich aber auch bei dem Werkstatrat der Meppener Lohnfertigung, der mit uns das Programm entwickelt hat.

Detlev Jähnert
Referent

B. Begrüßung

Sehr geehrte Damen und Herren, 

im Namen des Werkstattrates des Meppener Lohnbetriebes möchte ich Sie recht herzlich zur zehnten Informationsveranstaltung der Werkstatträte 2008 hier in Hannover begrüßen. Besonders möchte ich dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Karl Finke, der Veranstalter dieses Tages ist, begrüßen. Weil wir diese Fachtagung mit vorbereitet haben, hoffen wir für Sie alle, dass es ein gewinnbringender und informativer Tag wird.

Marion Wilken
Werkstattrat

C. Arbeitsgruppe: Budget für Arbeit

Gruppenleitung, Moderation und Protokoll:
Elke Steinmeyer

Einführung in das Thema:

Zunächst wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand einer Powerpoint-Präsentation in das Thema eingeführt. Diesen Teil übernahm Herr Jähnert, der darauf hinwies, dass durch die Einführung des „Persönlichen Budgets“, die Demokratisierung  der Behindertenarbeit mit Riesenschritten fortgesetzt wird. Andere reden hier auch von einem  Paradigmenwechsel. Das „Budget für Arbeit“ ist nichts anderes als die Umsetzung des „Persönlichen Budgets“ und der Paradigmenwechsel in der Behindertenarbeit  wird  auch an folgendem Zitat deutlich, so Jähnert.

„Die Angestellten, so werden in der Winterhuder Werkstatt die „schwer mehrfach Normalen“ genannt, denen wir einen Arbeitsplatz verschaffen, diese müssen sich vielmehr auf die einzelne Mitarbeiterin oder den einzelnen Mitarbeiter, also uns, den Menschen mit Behinderungen einlassen, um fest zu stellen, welche Fertigkeiten da sind und in welcher Weise sie gefördert werden können.“

Diese Worte stammen von Wolfgang Simons, der dem Werkstattrat der Winterhuder Werkstätten angehört. An diesem Satz ist beachtenswert  dass er erkennt, dass die Menschen mit Behinderungen den Angestellten in z. B. der WfbM, der Wohnstätte oder im  ambulanten Dienst erst ihren Arbeitsplatz verschaffen. Dieser Paradigmenwechsel wird auch im „Budget für Arbeit“ deutlich.

Um das „Budget für Arbeit“ in Anspruch nehmen zu können, muss die oder der Werkstattbeschäftigte den Wunsch nach einem Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nach dem „Budget für Arbeit“ beim örtlichen Sozialhilfeträger anmelden. Dies kann auch bei der gemeinsamen Servicestelle passieren. Jähnert geht davon aus, dass selbstverständlich der begleitende Dienst der Werkstatt  dabei behilflich sein wird.

Der Sozialhilfeträger beauftragt dann bei Vorliegen des Antrags und notwendigem Bedarf den örtlich zuständigen Integrationsfachdienst (IFD) mit der Vermittlung in ein reguläres Arbeitsverhältnis und die daran anschließende Begleitung. Die Vermittlung kann selbstverständlich auch über die Werkstatt für behinderte Menschen erfolgen. Allerdings erhält diese im Gegensatz zum IFD keine gesonderte Entlohnung dafür, da dies zu ihren Regelaufgaben gehört.

Die bisherige Vergütung an den Werkstattträger, also das Geld, abzüglich der Fahrkostenpauschale, welche der Werkstattträger pro behinderten Menschen in der Werkstatt bekommen hat, kann als „Persönliches Budget“ an die Antragstellerin oder den Antragsteller ausbezahlt werden. Dieser kann sich damit Leistungen bei seinem künftigen Arbeitgeber einkaufen. Diese Leistung kann in Form von Unterstützung /Assistenz oder auch in Form von Lohnsubvention erbracht werden.

Im Folgenden ergab sich eine Diskussion, die sich um verschiedene Bereiche drehte und die hier zusammengefasst von mir wiedergegeben werden:

Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und meine Antworten

Frage:
Was brauche ich an Unterlagen um das Budget zu beantragen?

Antwort:
Grundlage für die Zahlung des „Budgets“ ist die Vorlage einer Bescheinigung des Arbeitgebers, dass er bereit ist (die Bescheinigung muss die Bedingungen enthalten), einen Arbeitsvertrag abzuschließen. Es kann auch ein (noch nicht unterschriebener) Arbeitsvertragentwurf sein.

Frage:
Muss ich immer 40 Stunden in der Woche arbeiten?

Antwort:
Nein, aber sofern eine geringe Arbeitszeit als die für den Betrieb regelmäßige Arbeitszeit vereinbart werden soll, wird das „Budget für Arbeit auch angepasst oder der Integrationsfachdienst (IFD) beteiligt, der eine Stellungsnahme abgeben muss.

Frage:
Was leistet das Integrationsamt?

Antwort:
Das Integrationsamt kann alle Leistungen erbringen, die es normalerweise auch erbringt. Dazu gehört auch, dass zusätzlich zum Budget der sog. Minderleistungsausgleich durch das Integrationsamt erbracht werden kann,

Frage:
Muss ich Beiträge zur Arbeitslosenversicherung bezahlen?

Antwort:
Ja, für das Arbeitsverhältnis nach dem „Budget für Arbeit“  müssen die üblichen Beitragszahlungen in der Sozialversicherung erbracht werden.

Frage:
Kann jeder Behinderte das Budget für Arbeit beantragen?

Antwort:
Das "Budget für Arbeit" ist nur für Werkstattbeschäftigte oder für Menschen mit einer Fachausschussempfehlung für den Arbeitsbereich der Werkstatt vorgesehen.

Frage:
Welche Arbeitserfahrungen sollte ich haben, wenn ich  das Budget beantrage?

Antwort:
Es ist nicht zwingend Vorraussetzung, wäre aber wünschenswert wenn über Praktika oder über die Tätigkeiten auf Außenarbeitsplätzen Erfahrungen im Arbeitsleben außerhalb der Werkstatt gesammelt würden.

Frage:
Was passiert denn mit der Rente wenn ich nach dem Modell arbeite?

Anmerkung:
Diese Frage spielte eine wichtige Rolle. Da aber noch nicht alle Details zu dem Zeitpunkt abschließend geklärt waren, konnte ich nicht alle Fragen beantworteten.
In der Zwischenzeit gibt es eine Handreichung für rentenversicherungstechnische Fragen im Zusammenhang mit dem „Budget für Arbeit“ auf der Seite des Landesbeauftragten.

Frage:
Ist sichergestellt, dass ich bei Scheitern in die Werkstatt zurück kann?

Antwort:
Diese Frage nahm einen wesentlichen Teil der Diskussion ein. Es wurde von mir nachdrücklich betont, dass nach jetzigem Kenntnisstand die Menschen, so lange sie das „Budget für Arbeit“ bekommen, weiterhin voll erwerbsgemindert sind und damit auch ihr  Anrecht auf einen Werkstattplatz behalten. D. h, sie können auch in die WfbM zurückkehren.

D. Arbeitsgruppe: Ich bin doch schon erwachsen! Muss dann Angehörigenarbeit in der WfbM überhaupt stattfinden?

Gruppenleitung, Moderation und Protokoll:
Thomas Speck und Holger Urbanek

Die Arbeitsgruppen befassten sich mit dem Thema der Angehörigenarbeit in Werkstätten für behinderte Menschen. Ziel war es, ein Meinungsbild aus den verschiedenen Einrichtungen zu erfragen. Auch sollte sich über verschiedene Formen von Angehörigenarbeit ausgetauscht werden.

Als Ergebnis gilt folgendes festzuhalten:

Gesetzliche Grundlage für die Angehörigenarbeit ist der §139 (4) SGB IX.

„(4) Die Werkstätten für behinderte Menschen unterrichten die Personen, die behinderte Menschen gesetzlich vertreten oder mit ihrer Betreuung beauftragt sind, einmal im Kalenderjahr in einer Eltern- und Betreuerversammlung in angemessener Weise über die Angelegenheiten der Werkstatt, auf die sich die Mitwirkung erstreckt, und hören sie dazu an. In den Werkstätten kann im Einvernehmen mit dem Träger der Werkstatt ein Eltern- und Betreuerbeirat errichtet werden, der die Werkstatt und den Werkstattrat bei ihrer Arbeit berät und durch Vorschläge und Stellungnahmen unterstützt.“

Es wurde zunächst festgestellt, dass zu dem Kreis der Angehörigen folgende Personen zählen können:

Derzeit sind folgende Aktivitäten aus Werkstätten bekannt, im Rahmen derer Angehörigenarbeit praktiziert wird:

Teilnehmer beider Arbeitsgruppen berichteten fast übereinstimmend, dass sich in ihren WfbM erfahrungsgemäß überhaupt nur ca. 30% der Angehörigen an den Angeboten beteiligen.

Fazit:
Die überwiegende Meinung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war, dass Angehörigenarbeit trotzdem sinnvoll ist. Den Beschäftigten sollte aber zur Wahl gestellt werden, ob seine Angehörigen zu hier genannten Aktivitäten eingeladen werden oder nicht. Außerdem sollte die Beteiligung der Beschäftigten immer gewährleistet sein. Es sollte nicht über den Kopf der Menschen mit Behinderung hinweg geredet und sich versammelt werden.

E. Arbeitsgruppe: Weiterbildungsangebote für Werkstatträte

Arbeitsgruppenleitung und Moderation:
Renate Ernst, Monica Plate und Gertrud Völkening

Protokoll:
Monica Plate

In den Arbeitsgruppen wurden in einer offenen Diskussion Antworten auf die Fragen:

- Welchen Bildungsbedarf haben Werkstatträte? und:
- Welche organisatorischen Anforderungen sollten in der Bildungsarbeit mit behinderten Menschen Berücksichtigung finden?“

erarbeitet.

Ergebnisse der Arbeitsgruppe C

Bildungsbedarf

Organisatorische Anforderungen

Blitzlicht:
Ein übergeordneter Diskussionspunkt in dieser Gruppe war die Frage nach Einrichtung einer zentralen Angebotsplattform, auf der alle Bildungsangebote für Menschen mit Behinderung und für entsprechenden Gremien (z. B. Werkstatträte), mit dem Ziel einer leichteren und schnelleren Orientierung  gebündelt sind.

Ergebnisse der Arbeitsgruppe H

Bildungsbedarf

Organisatorische Anforderungen

Blitzlichter:

Übergeordnete Diskussionspunkte in dieser Gruppe waren die Themen:

F. Arbeitsgruppe: Gewerkschaftliche Organisation von Beschäftigten in der WfbM

Gruppenleitung, Moderation und Protokoll:
Wolfgang Kahnert

Zur Einführung in das Thema unserer Gruppe habe ich die grundsätzliche Einstellung der Gewerkschaften erläutert. Die gewerkschaftliche Position ist so eindeutig wie das Grundgesetz:

Niemand darf wegen seiner körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigung der Gesundheit, also behindert ist, am Zugang zum Erwerbsleben gehindert werden.

Auf die Nachfrage, ob wir das denn auch umsetzen, habe ich verdeutlicht, dass die Unterstützung behinderter und schwerbehinderter Menschen für Gewerkschaften nicht immer leicht ist. Dabei ist festzustellen, dass nicht nur der Arbeitnehmer aus dem Betrieb von nebenan „Berührungsängste“ und Schwierigkeiten mit Behinderungen umzugehen hat, sondern auch die sonst so aufgeklärte Großorganisation Gewerkschaft ist davon nicht frei und muss noch lernen.

In der Folge gebe ich die wesentlichen Inhalte der Diskussion wieder:

Frage:
Soll nach Ansicht der Gewerkschaft denn jeder Behinderte auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten

Antwort:
Nein, nur wenn er dies wirklich will. Aber wenn er dort arbeitet dann gilt für ihn,  wie für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Jede/r hat den Anspruch auf einen gesunden und qualifizierten Arbeitsplatz mit angemessener Bezahlung, auf genügend Urlaub und Arbeitsbedingungen, die Spaß machen!

Weil dies leider nicht immer die Realität ist, sind Gewerkschaften da, um  jedem Beschäftigten zu helfen, welcher bei ihnen Mitglied wird.                            

Frage:
Was geschieht denn mit den Menschen, die nicht auf dem Arbeitsmarkt arbeiten?

Antwort:
Gewerkschaften haben auch Menschen zu helfen, die (noch) nicht in einer Behörde, einem Krankenhaus, einer Werkstatt oder einem Kaufhaus tätig sind. Gewerkschaften sind die LOBBY für jede Form von beruflicher Tätigkeit!       

Sie sind die u. a. Lobby für  

Gewerkschaftsmitarbeiter/innen sind die Experten für Fragen des Berufslebens und der Berufsausbildung.

Frage:
Können denn die Gewerkschaften auch Unterstützung für die Beschäftigten in einer WfbM geben.

Antwort:
Ja, auch wenn wir da noch viel zu lernen haben, da diese Kontakte noch viel zu selten sind.

Frage:
Was muss ich denn konkret tun, wenn ich ein Problem habe und die Hilfe der Gewerkschaft brauche?

Antwort:
Sie nehmen am Besten allen Mut zusammen, legen ihre Vorurteile beiseite und rufen die Telefonnummer 0511  124000 an. Dort verlangen Sie den Gewerkschaftssekretär der für Behindertenpolitik zuständig ist.

Oder Sie lassen sich mit Apparat 116 verbinden, warten und ärgern sich, dass keiner ran geht.  Aber nach 2 – 3 Tagen gibt es einen Rückruf und es wird über die Probleme gesprochen. Gemeinsam mit der Gewerkschaftssekretärin oder dem Gewerkschaftssekretär überlegen Sie, was gemacht werden kann.

Frage:
Ich habe einen Ausbildungsplatz nicht bekommen, weil ich behindert bin, was kann ich tun?

Antwort:
Ich würde empfehlen, einfach, wie man so schön sagt, am Ball zu bleiben. Mit der Werkstatt vereinbaren, viele Praktika zu machen und dann versuchen, mit Unterstützung des Arbeitsamtes und des begleitenden Dienstes in der WfbM doch noch eine Ausbildung oder zumindest eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu beginnen. Dabei kann  Ihnen das „Budget für Arbeit“, welches ja heute in einer anderen Arbeitsgruppe vorgestellt wird, behilflich sein.

Frage:
Ich bekomme weniger Lohn, weil ich behindert bin, ist das okay?

Antwort:
Wenn Sie in einem Betrieb arbeiten, ist das nicht okay, da sollte sich der Betriebsrat oder die Gewerkschaft darum kümmern. Wenn Sie in der Werkstatt arbeiten, ist das auch nicht okay. Dann muss sich aber die Politik darum kümmern. Die wird sich aber erst kümmern, wenn genügend Druck ausgeübt wird. Diesen Druck können Sie nur mit  vielen, die Ihr Ziel unterstützen, ausüben. Die Gewerkschaften unterstützen die Forderung nach einen, den Lebensunterhalt deckenden Lohn in der Werkstatt für behinderte Menschen.

Frage:
Kann ich mich an den Werkstattbeirat oder einen Betriebsrat wenden, wenn ich ein Problem im Betrieb oder der Werkstatt habe?

Antwort:
Selbstverständlich, dafür sind die ja gewählt worden. Und wenn die nicht ihre Interessen vertreten, dann sollten Sie bei der nächsten Wahl zum Werkstattrat selber kandidieren und versuchen es besser zu machen.

Frage:
Was tun die Gewerkschaften konkret  für uns?

Frage:
Kommen Sie im nächsten Jahr wieder zu der Veranstaltung der Werkstatträte

Antwort:
Ja, wenn ich eingeladen werde gerne.

G. Arbeitsgruppe: Kontakte in die Gemeinde – Wie kann ich die sinnvoll für mich nutzen?

Gruppenleitung, Moderation und Protokoll:
Veronika Röttger

Verlauf:

Nach einer Vorstellungsrunde und einer kurzen Einführung in die Thematik hatten die Teilnehmer/ Innen im Wesentlichen zwei unterschiedliche Fragestellungen. In den angeregten Gesprächen berichteten sie von eigenen Erfahrungen und es wurde gemeinsam ein Weg überlegt, wie diese Fragen beantwortet werden könnten.

Ein kleiner Hinweis:

Wichtig ist es, selber den ersten Schritt zu tun. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass man angesprochen wird. Die Suche kann mehr Spaß machen, wenn man sich einen „Mitstreiter“ sucht. Aber auch dann gilt: Kontakte aufzubauen und Freunde zu finden, dauert oft eine gewisse Zeit. Also: Nicht so schnell aufgeben, sondern es einfach weiter versuchen!

H. Verabschiedung

Liebe Gäste,

wir hoffen, dass dieser Tag für Euch erfolgreich war. Wir danken den Moderatorinnen und Moderatoren der Arbeitsgruppen für ihren Einsatz und auch allen, die an den Gruppen mitgearbeitet haben. Hoffentlich könnt Ihr Einiges für Eure Arbeit mit nach Hause nehmen. Eine gute Heimfahrt wünsche ich Euch im Namen des Werkstattrates des Meppener Lohnbetriebes.

Renate Sievers
Werkstatrat

I. Termin 2009

Die Veranstaltung 2009 findet am 25.11.2009 in Hannover statt.

Wir brauchen noch einen Werkstattrat, der die Veranstaltung mit uns vorbereitet. Bei Interesse bitte bei Herrn Jähnert (Tel. 0511 120 4009) melden.