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Presseinformationen

Presseinformation vom 05.06.2009

Umsetzung der UN-Konvention ist die zentrale Herausforderung - 37. Treffen der Beauftragten für behinderte Menschen und der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation am 3./4. Juni 2009 in Hamburg

Am 3. und 4. Juni trafen sich die Landesbehindertenbeauftragten zu ihrer ersten Beratungsrunde  in diesem Jahr. Auf Einladung des scheidenden Senatskoordinators für die Gleichstellung behinderter Menschen der Freien und Hansestadt Hamburg, Herbert Bienk, fanden die länderübergreifenden Konsultationen diesmal in Hamburg statt. Herr Bienk wird dieses Amt nur noch bis Ende des Monats ausüben. 

In seinem Grußwort betonte Senator Dietrich Wersich, Präses der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, daher auch seine hohe Wertschätzung der Arbeit von Herbert Bienk. Auch Karin Evers-Meyer, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und Bernd Petri, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e. V. (BAR), der die Runde moderierte, dankten Herrn Bienk für die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit. 

Schwerpunkt der Beratungen war die Umsetzung der UN- Behindertenrechtskonvention und die damit verbundene Inklusion behinderter Menschen. Die Ratifikation der Konvention durch Deutschland stellt für die Landes- und Bundesbehindertenbeauftragten eine entscheidende Weiterentwicklung der Behindertenpolitik dar.

Daher steht die praktische Umsetzung der Konvention ganz oben auf der Agenda aller Beauftragten. Um die Teilhabe, Gleichstellung und Selbstbestimmung behinderter Menschen sicher zu stellen muss die Konvention nun mit Leben gefüllt und durch konkrete Aktionspläne auf Bundes- und Landesebene umgesetzt werden. Das forderten die Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder mit Nachdruck bei ihrem 37. Treffen in Hamburg. 

Die Inklusion behinderter Menschen müsse schon in den Kindergärten, den Schulen und bei gemeinsamen Freizeitaktivitäten von behinderten und nicht behinderten Kindern und Jugendlichen gelebt werden. Auch müsse das Wohnen und Arbeiten behinderter Menschen mitten in der Gesellschaft konsequent vorangetrieben werden. Dafür sei die Barrierefreiheit von Wohnungen, öffentlichen Verkehrsmitteln und Gebäuden sowie von Arztpraxen unerlässlich. Die Maßnahmen im Rahmen der Konjunkturprogramme müssten daher barrierefrei umgesetzt werden. Dies gehe aber nur, wenn behinderte Menschen nach dem Motto „Nichts über uns ohne uns“ in die Entscheidungsprozesse eingebunden würden.

Um die anstehenden behindertenpolitischen Fragen im „Superwahljahr 2009“ mit zur Richtschnur der Wahlentscheidung zu machen, forderten die Beauftragten die Menschen mit Behinderung auf sich an der Wahl zu beteiligen und ihr Wahlrecht zu nutzen.

Herausgeber:
Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR),
Solmsstraße 18, 60486 Frankfurt am Main

Redaktion:
Günter Thielgen, Bernd Giraud
Telefon: 0 69/60 50 18-23/-27, Telefax: 0 69/60 50 18 28
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