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Das „Budget für Arbeit“ - Wir sind die Mutmacher/innen - Vorwort/Einleitung

Vorwort/Einleitung

„Mutmacherbroschüre“ des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen

Niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan

Als Niedersächsische Sozialministerin begrüße ich, dass der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen diese „Mutmacherbroschüre“ mit überarbeitetem Inhalt vorlegt. Der Zeitpunkt ist gut gewählt, da gerade die ersten „Budgets für Arbeit“ verlängert wurden. Verlängerungen sind immer dann möglich, wenn sie notwendig sind. Gleichwohl wünsche ich mir, dass möglichst viele „Budgets für Arbeit“ zum richtigen Zeitpunkt in reguläre Arbeitsverhältnisse umgewandelt werden können.

Diese Broschüre soll noch mehr Menschen mit Behinderungen Mut machen, sich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erproben. Vor diesem Hintergrund ist und bleibt das „Budget für Arbeit“ fester Bestandteil der niedersächsischen Behinderten- und Sozialpolitik.

Ihre Aygül Özkan
Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration

 

Vorangehen und Mut machen, wir brauchen Mutmacherinnen und Mutmacher

Landesbeauftragter Karl Finke

Artikel 27 der UN Behindertenrechtskonvention ist eindeutig. Es wird das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf Arbeit anerkannt. Dies beinhaltet das Recht auf die Möglichkeit, den Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen, die in einem offenen, integrativen und für Menschen mit Behinderungen zugänglichen Arbeitsmarkt und Arbeitsumfeld frei gewählt und angenommen wird. Noch kann nicht abschließend eingeschätzt werden, was das in Zukunft für die Arbeitssituation behinderter Menschen bedeuten wird.

Auch die Frage, wie eine Werkstatt für behinderte Menschen unter den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention zukünftig aussehen wird, kann noch nicht wirklich beantwortet werden. Aber der Diskussionsprozess hat begonnen. Und dass er auch in den Werkstätten stattfindet, zeigt nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit vier niedersächsischen Werkstätten und meinem Büro im Rahmen des „Budgets für Arbeit“.

Ich möchte an dieser Stelle den beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten aus den Werkstätten für behinderte Menschen danken. Mein Dank gilt insbesondere all den Beschäftigten, die das „Budget für Arbeit“ bereits nutzen oder es beantragt haben.

Sie sind unsere Mutmacher und Mutmacherinnen, Sie machen anderen Menschen Mut, in dem Sie beweisen, dass der Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt funktionieren kann.

Ihr Karl Finke
Landesbeauftragter für Mensche mit Behinderungen

 

Zu dieser Broschüre

Wir sind langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Werkstätten für behinderte Menschen und ein Mitarbeiter des Landesbeauftragten für Mensche mit Behinderungen. Wir haben in den letzten zwei Jahren das Budget für Arbeit beobachtet und begleitet.

In den zwei Jahren haben wir mit vielen Beschäftigten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Werkstatt für Behinderte über das Budget für Arbeit gesprochen. Geredet haben wir auch mit vielen Arbeitgebern, um ihnen zu erklären, dass das Budget für Arbeit eine Chance ist, mehr Menschen mit Behinderungen in ihren Betrieben zu beschäftigen. Anfang 2008 wussten wir auch noch nicht was aus dem Budget für Arbeit werden kann. Nun, zwei Jahre später, sind wir sicher, dass es für Beschäftigte der Werkstatt für behinderte Menschen, die auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wechseln wollen, ein guter Weg ist.

Wir wollen Ihnen mit dieser Broschüre Mut machen, den Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt auszuprobieren. Wir wollen Ihnen Mut machen, zu überlegen, ob dieser Weg auch für Sie in Frage kommt. Deshalb stellen wir Ihnen zwei Kolleginnen und vier Kollegen von Ihnen vor, die den Schritt zum allgemeinen Arbeitsmarkt gewagt haben. Sie sind mit ihrer Entscheidung zufrieden. Aber lesen Sie ruhig selber, wie es ihnen geht und was sie erlebt haben. Im zweiten Teil dieser Broschüre finden Sie Hinweise auf den Weg zum allgemeinen Arbeitsmarkt. Außerdem haben wir Ihnen dort aufgeschrieben, wer Sie bei der Suche nach Arbeit außerhalb der Werkstatt unterstützen kann. Wenn Sie den Mut haben, diesen Weg auch auszuprobieren, wünschen wir Ihnen dabei viel Erfolg.

Heike Sander,
Gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit Wilhelmshaven

Volkhard Scharrelmann,
Andreaswerk, Vechta

Sandra Schmitt,
Harz-Weser-Werkstätten, Osterode

Elke Steinmeyer,
Ostfriesische Beschäftigungs- und Wohnstätten GmbH, Emden

Detlev Jähnert,
Büro des Landesbeauftragten, Hannover

 

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