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Behindertenpolitik - Pressemitteilung

Budgetberatung für Menschen mit Behinderungen

Sozialministerin Ross-Luttmann: Persönliches Budget fördert Teilhabe und Selbstständigkeit

HANNOVER. Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann hat an Landkreise und Städte in Niedersachsen appelliert, flächendeckend Persönliche Budgets für Menschen mit Behinderungen einzuführen, die Leistungen aus der ambulanten Eingliederungshilfe erhalten. "Ein wissenschaftlich begleitetes Modellvorhaben des Landes in den Landkreisen Emsland und Osnabrück sowie in der Stadt Braunschweig hat bestätigt, dass das Persönliche Budget Menschen mit Behinderungen nicht nur die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtert und eine selbst bestimmte Lebensführung ermöglicht, sondern sich auch positiv auf die Angebotsvielfalt ambulanter Hilfen auswirkt" , erklärte Ross-Luttmann am Mittwoch bei der Übergabe von Teilnahmezertifikaten an die ersten zehn geschulten Budgetberaterinnen und Budgetberater. Sie haben sich mit finanzieller Unterstützung des Landes in mehrtägigen Seminaren mit den Grundlagen des Persönlichen Budgets, der Gesprächsführung, Beratungstechnik und Methoden der Öffentlichkeitsarbeit vertraut gemacht, um Menschen mit Behinderungen insbesondere in der Phase der Antragstellung für ein Persönliches Budget kostenlos beraten zu können.

Die Ministerin dankte den Mitgliedern des Landesbehindertenrates für die Bereitschaft, sich ehrenamtlich als Budgetberaterinnen und Budgetberater schulen zu lassen, um andere passgenau zu beraten und in der Fläche für das Persönliche Budget zu werben. "Sie sind die besten Experten" , sagte Ross-Luttmann. Auch der Landes-Behindertenbeauftragte Karl Finke habe hervorragende Unterstützungsarbeit geleistet. Die Seminare seien gemeinsam mit dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen und dem Büro des Behindertenbeauftragten vorbereitet und durchgeführt worden. Die Ministerin kündigte an, weitere Seminare zu fördern, um die Akzeptanz für das Persönliche Budget nachhaltig zu erhöhen.

Die Sozialministerin verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass der Bundesgesetzgeber für Menschen, die Leistungen verschiedener Träger von Rehabilitationsmaßnahmen erhalten, vom 1. Januar 2008 an einen Anspruch auf ein trägerübergreifendes Budget vorsieht. Menschen mit Behinderungen wird dann die zusammengefasste Summe aller zustehenden Sozial- und Reha-Leistungen von einem der Träger ausgezahlt. Schon allein deshalb sei es sinnvoll, dass mehr Kommunen Erfahrungen mit dem Persönlichen Budget sammeln, betonte die Ministerin.

Zu Budgetberaterinnen und Budgetberater weitergebildet haben sich Hannelore Kükemück (Bad Gandersheim), Wolfgang Holz (Buxtehude), Kerstin Prigge (Fredenbeck), Christine Rohmann (Göttingen), Walter Teckert (Meppen), Hermann Rühaak (Norden), Ernst Jänicke (Peine), Gudrun Bokeloh (Rinteln) sowie Rotraut Kühn und Erich Placek (Wolfsburg).