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Unterstützte Beschäftigung - 18. Sitzung des Niedersächsischen Bündnisses Unterstützte Beschäftigung

18. Sitzung des Niedersächsischen Bündnisses Unterstützte Beschäftigung

Das Niedersächsisches Bündnis Unterstützte Beschäftigung setzt sich für den Ausbau der Arbeit der Qualifizierungs- und Vermittlungsdienste in Werkstätten für behinderte Menschen ein und fordert, dass gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Anstrengungen zur Integration behinderter Menschen intensiviert werden.

So lassen sich die Ergebnisse der letzten Sitzung des Niedersächsische Bündnis Unterstützte Beschäftigung, einem Zusammenschluss von behinderten Menschen, deren Eltern und Fachleuten aus der Rehabilitationspolitik am 8.12.2004 in Hannover zusammenfassen. Die Mitglieder beschäftigten sich mit den Perspektiven behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und waren sich einig, dass von der Landesregierung und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit verstärkte Anstrengungen zur beruflichen Eingliederung behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erforderlich sind.

Volkhard Scharelmann, Leiter des Qualifizierungs- und Vermittlungsdienst (QvD) der Werkstatt für behinderte Menschen in Vechta, stellte die Arbeit des QvD vor. Die Arbeit der QvDs belegt, dass bei intensiver Unterstützung behinderter Menschen und regen Kontakten zu den Betrieben die Integrationen von behinderten Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt weiterhin möglich ist. Dabei ist der Dienst in Vechta besonders erfolgreich. Landesweit sind mehr als 40 QvDs an niedersächsischen Werkstätten für behinderte Menschen tätig. Da ist es nahe liegend, dass das Niedersächsische Bündnis für Unerstützte Beschäftigung sich dafür einsetzt, das die Landesregierung und die Leiterinnen und Leiter von Werkstätten gemeinsam überlegen, wie die Arbeit der Qualifizierungs- und Vermittlungsdienste weiter ausgebaut werden kann.

Im weiteren Verlauf des Abends stellte Frau Maren Kalau die Arbeit von terra est vita in Bergen vor. Terra est vita, vor rund 25 Jahre mit 18 Bewohnerinnen und Bewohnern gestartet, ist in der Zwischenzeit ein Bioland-Bauernhof, der von 30 behinderten Menschen, die dort auch leben, unter Anleitung bewirtschaftet wird. Neben der Landwirtschaft werden auf dem Hof auch Tiere aufgezogen, geschlachtet und weiter verarbeitet. "Wir haben bewusst die Trennung zwischen Arbeits- und Wohnwelt weitgehend aufgehoben worden, weil das auf einem Bauernhof eben normal ist", erläuterte Maren Kalau. Die Bewohnerin und der Bewohner, die Frau Kalau begleiteten, berichteten, dass Sie sich keine andere Wohnform wünschen würden.

Dieses Modell verdeutlicht, dass bei entsprechendem Engagement aller Beteiligten auch außerhalb der gängigen Wege Beschäftigungs- und Wohnmöglichkeiten behinderter Menschen gefunden werden können. Das Niedersächsische Bündnis Unterstützte Beschäftigung wird seine Aktivitäten zur beruflichen Eingliederung schwerbehinderter Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt im nächsten Jahr nicht nur fortsetzen sondern, wenn möglich, auch intensivieren. Die Geschäftsführung des Bündnisses wird auch in 2005 durch das Büro des Behindertenbeauftragten des Landes Niedersachsen übernommen.